warum
Was hat es eigentlich auf sich mit diesem Krebs? Ich komme nicht nach mit dem, was in den letzten Wochen mit und in mir geschieht. Verstehe es einfach nicht.
Wundere mich darüber, dass ich so schlapp bin. Warum ist mir so schwindelig? Woher kommt in den letzten Tagen das Wasser in meinen Beinen? Und richtig doof seit Kurzem: die Atemnot. Es fällt mir schwer, tief durchzuatmen. Im Liegen wird mir eng ums Herz – und das fühlt sich beängstigend an. Nicht durchatmen können bringt Beklemmungen mit sich.
Dieser Krebs bringt ein Sammelsurium von ‚Unpässlichkeiten‘ mit sich. Sanft formuliert. Zutreffender formuliert: Dieser Krebs bringt ein Sammelsurium von nachlassender Lebenskraft, von alles durchdringender Müdigkeit und einer immer mal wieder um die Ecke kuckenden Sterbensangst mit sich.
Ich habe mich nicht darüber kundig gemacht, was Krebserkrankungen häufig noch so „nebenbei“ mit sich bringen. Mein Fokus liegt auf der Verdauung. Auf der nicht funktionierenden Verdauung versteht sich. Wenn ich die Verdauung nicht in Gang bekomme, sieht es duster aus. Deshalb steht mittlerweile täglich ein Heb-Senk- Einlauf auf dem Programm. Dann heißt es rein mit dem Gemisch aus Kaffee, Kokosöl, Honig oder Glyzerin – und dann wieder raus damit. Drei bis fünf Mal hin und her und dann bleibt der Rest im Darm, bis er von selbst beschließt, dass jetzt etwas passieren muss.
Der Krebs provoziert mich unaufhörlich mit jeder Menge Warums. Warum bin ich nur so erschöpft? Warum kommt die Übelkeit trotz erfolgreichen Abführens immer wieder? Warum geschieht nicht einfach ein Wunder? Warum … manchmal belasse ich es dabei und versuche anzunehmen, was ich nicht ändern kann. Und dann rutscht mir doch wieder ein Warum heraus.
[Das schrieb ich am Abend des 19. Juli 2025, mehrfach unterbrochen von Phasen des Einschlafens; ich bin traurig, dass ich meine Blogs nicht mehr mit der Energie schreiben kann, mit der ich sie begonnen habe.]