update ⚕ 9 – Wechsel

Heute ging dann gar nichts mehr. Ein Kreislauf von Verstopfung, Schmerzen, Infusionen, Schmerzen, kurzer Entleerungsphase, wieder Verstopfung, noch mehr Infusionen, noch mehr Schmerzen, kurzer Entleerungsphase usw., sodass das Palliativteam vorschlug, ins Krankenhaus zu wechseln.

Das schockierte mich erst einmal, war für mich doch klar, dass ich auf keinen Fall mehr ins Krankenhaus wollte. Gleichzeitig gehört zu meinen Grundsätzen, nicht dogmatisch zu sein, also nie „nie“ zu sagen. Gut begründete Ausnahmen müssen möglich sein. Die für mich einleuchtende Begründung für den Wechsel war, dass ich aus diesem Kreislauf raus musste und vor allem auch eine Perspektive auf Tage in Klarheit, Handlungsenergie, Lebensfreude brauchte.

Ganz wichtig: Jetzt liege ich auf der Palliativstation des Kasseler Marienkrankenhauses, von der ich schon so viel Gutes gehört habe. Bin umgeben von sehr freundlichen und aufmerksamen Krankenschwestern, hatte schon ein wohltuendes Gespräch mit der Ärztin inklusive Aussicht auf Behandlungsaction am Donnerstag. Wen wundert’s: Ich und mein Bauch und das, was sich in ihm tut bzw. nicht tut, wird morgen im Fokus der Behandlungen stehen.

[Christoph am Abend des 2. Juli 2025 diktiert]

 

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