Überraschung
Das war wirklich eine Überraschung, als die Ärztin mir heute mitteilte, ich sei aus ihrer Sicht so stabil, dass ich am Mittwoch ins Hospiz verlegt werden könne.
Wie gut, dass das Hospiz einen Platz für mich hat. Bei insgesamt nur sechs Betten ist das keine Selbstverständlichkeit. Natürlich freue ich mich, dass sich mein Zustand stabilisiert hat. Gleichwohl sind es schon noch ganz schön dicke Baustellen, die mich umtreiben. Richtig dick sind zum Beispiel meine Beine und Füße – voll Wasser. Tägliche Quarkwickel erinnern mich an frühere Zeiten, als ich Quarkwickel für meine vom Stillen entzündeten Brüste verwendete. Lang ist es her.
Ich bin froh, dass auch im Hospiz entsprechende medizinische Expertise vorhanden ist und mich dort das mir schon vertraute ambulante Palliative Care-Team ärztlich betreut.
Ich bin gespannt, was mich erwartet. Ich war ja schon immer für Abwechslung und mal was Neues haben. Warum sollte sich das auf meiner letzten Wegstrecke ändern?
[Das schrieb ich am späten Nachmittag des 21. Juli 2025.]