update ⚕ 15 – in der Wohnung

Als Ute Anfang Juli ihre Wohnung verließ, um auf der Palliativstation des Marienkrankenhauses behandelt zu werden, war kaum ein Gedanke daran, dass sie danach nicht in ihre Wohnung zurückkehren würde. Entsprechend unirritiert ging das Packen und Verlassen der Wohnung. Erst auf der Palliativstation tauchte mit der Perspektive Hospiz die Möglichkeit auf, dass Ute nicht mehr in ihrer Wohnung würde leben können. Und so ist es dann auch gekommen.

Aber schon im Krankenhaus reifte der Gedanke, dass wir einen Abschiedsbesuch in der Wohnung versuchen sollten. Und im Hospiz war es klar, dass wir es versuchen würden. Wir hatten das „Go“ des Palliativarztes und die Unterstützung des Hospizteams. Wir brauchten nur einen Tag, an dem sich Ute ausreichend kräftig für einen Ausflug fühlte, und wir brauchten einen Tag, an dem die Lust, es zu versuchen, größer sein würde als die Bangigkeit vor dem Abschiedsszenario. Heute war dieser Tag.

[geschrieben von Christoph]

Zurück